Diesen Monat haben wir den Kurs mit den jugendlichen Schwangeren abgeschlossen. Bei den wöchentlichen Treffen in unserem Sitz in Ilha de Santa Terezinha bei Santo Amaro behandelten wir folgende Themen: gesunde Schwangerschaft, Vorbereitung auf die Geburt, Verstärkung der emotionalen Bindung zwischen Mutter, Baby und Familie sowie Familienplanung.
Im ersten Semester 2008 arbeiteten wir mit 20 jungen Frauen, von denen die meisten ungeplant schwanger geworden waren. Die wöchentlichen Treffen dauerten jeweils zweieinhalb Stunden. In einem ersten, praktischen Teil standen die Integration in die Gruppe sowie die Vorbereitung auf die Geburt durch Dehnübungen, Entspannung und Kreistanz im Vordergrund. In einem zweiten, theoretischen Teil wurden durch Wissensvermittlung das Selbstbewusstsein und die emotionale Stabilität der jungen Frauen gestärkt. Zudem bereiteten wir die Frauen auf die Zeit nach der Geburt vor, indem wir Themen wie Stillen und Ernährungsberatung behandelten sowie ihnen die Wichtigkeit des Schulbesuches nahelegten.
Wir bemühen uns in den Kursen für jugendliche Schwangere stets, ein familiäres Klima zu erreichen, damit die Frauen sich wohl fühlen und so in der Lage sind, auch ihre schwache Seite zu zeigen und an ihrer Verwundbarkeit zu arbeiten. Wir helfen ihnen, ihre Ängste zu überwinden und gemeinsam mit ihnen Grundlagen zu schaffen, dass sie eine angenehme, von liebevollen Gefühlen geprägte Schwangerschaft erleben können.
Zurzeit werden die Aktivitäten in Santo Amaro von der Erzieherin Josélia Meireles und dem Peer Educator Glauber Simões geleitet und von der Erzieherin Patrícia Travassos beaufsichtigt. Der Kurs war eine Bereicherung für alle - auch für die wenigen Partner, die gelegentlich ebenfalls daran teilnahmen. Viele Männer denken leider immer noch, dass die Schwangerschaft ausschließlich eine Frauensache sei. Umso wichtiger war es, dass die männlichen Kursteilnehmer erkennen konnten, welche wichtige Rolle auch der angehende Vater während dieser für alle Beteiligten prägenden Lebensphase spielt, beziehungsweise spielen sollte.
Der Erzieher Leonildo Fonseca, der schon mehrere Gruppen in diesem Kurs begleitet hat, findet es absolut notwendig, dass die Männer nicht abseits stehen: „ Mit unserer Teilnahme repräsentieren wir den Mann, der nicht flieht oder angreift, sondern der Frau zur Seite steht und versucht, sie in dieser heiklen Phase zu verstehen und zu unterstützen. Es gibt immer wieder sehr schöne Momente, manchmal allerdings auch schwierige. An einem früheren Kurs nahm eine Jugendliche teil, deren Partner am Anfang ihrer Schwangerschaft ermordet worden war. Als ich während einer Entspannungsaktivität ihren Bauch streichelte, löste dies bei der ganzen Gruppe starke Emotionen aus. Ich war der erste Mann, der während ihrer Schwangerschaft ihren Bauch berührte. Nicht nur die junge Frau und ich, sondern alle Anwesenden spürten in diesem Augenblick, wie solche Gesten dazu beitragen, den jugendlichen Schwangeren ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Partnerschaft zu vermitteln.“
Solche Momente zeigen am besten, worum es in diesem Kurs geht: Wir wollen den jungen Frauen so gut wie immer möglich beistehen, damit sie sich während ihrer Schwangerschaft aufgehoben fühlen und ihrem Muttersein nicht bloß gut informiert, sondern auch mit positiven Emotionen entgegenblicken können.
Im ersten Semester 2008 arbeiteten wir mit 20 jungen Frauen, von denen die meisten ungeplant schwanger geworden waren. Die wöchentlichen Treffen dauerten jeweils zweieinhalb Stunden. In einem ersten, praktischen Teil standen die Integration in die Gruppe sowie die Vorbereitung auf die Geburt durch Dehnübungen, Entspannung und Kreistanz im Vordergrund. In einem zweiten, theoretischen Teil wurden durch Wissensvermittlung das Selbstbewusstsein und die emotionale Stabilität der jungen Frauen gestärkt. Zudem bereiteten wir die Frauen auf die Zeit nach der Geburt vor, indem wir Themen wie Stillen und Ernährungsberatung behandelten sowie ihnen die Wichtigkeit des Schulbesuches nahelegten.
Wir bemühen uns in den Kursen für jugendliche Schwangere stets, ein familiäres Klima zu erreichen, damit die Frauen sich wohl fühlen und so in der Lage sind, auch ihre schwache Seite zu zeigen und an ihrer Verwundbarkeit zu arbeiten. Wir helfen ihnen, ihre Ängste zu überwinden und gemeinsam mit ihnen Grundlagen zu schaffen, dass sie eine angenehme, von liebevollen Gefühlen geprägte Schwangerschaft erleben können.
Zurzeit werden die Aktivitäten in Santo Amaro von der Erzieherin Josélia Meireles und dem Peer Educator Glauber Simões geleitet und von der Erzieherin Patrícia Travassos beaufsichtigt. Der Kurs war eine Bereicherung für alle - auch für die wenigen Partner, die gelegentlich ebenfalls daran teilnahmen. Viele Männer denken leider immer noch, dass die Schwangerschaft ausschließlich eine Frauensache sei. Umso wichtiger war es, dass die männlichen Kursteilnehmer erkennen konnten, welche wichtige Rolle auch der angehende Vater während dieser für alle Beteiligten prägenden Lebensphase spielt, beziehungsweise spielen sollte.
Der Erzieher Leonildo Fonseca, der schon mehrere Gruppen in diesem Kurs begleitet hat, findet es absolut notwendig, dass die Männer nicht abseits stehen: „ Mit unserer Teilnahme repräsentieren wir den Mann, der nicht flieht oder angreift, sondern der Frau zur Seite steht und versucht, sie in dieser heiklen Phase zu verstehen und zu unterstützen. Es gibt immer wieder sehr schöne Momente, manchmal allerdings auch schwierige. An einem früheren Kurs nahm eine Jugendliche teil, deren Partner am Anfang ihrer Schwangerschaft ermordet worden war. Als ich während einer Entspannungsaktivität ihren Bauch streichelte, löste dies bei der ganzen Gruppe starke Emotionen aus. Ich war der erste Mann, der während ihrer Schwangerschaft ihren Bauch berührte. Nicht nur die junge Frau und ich, sondern alle Anwesenden spürten in diesem Augenblick, wie solche Gesten dazu beitragen, den jugendlichen Schwangeren ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Partnerschaft zu vermitteln.“
Solche Momente zeigen am besten, worum es in diesem Kurs geht: Wir wollen den jungen Frauen so gut wie immer möglich beistehen, damit sie sich während ihrer Schwangerschaft aufgehoben fühlen und ihrem Muttersein nicht bloß gut informiert, sondern auch mit positiven Emotionen entgegenblicken können.
Patrícia Travassos
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