26.12.2012


Vorbereitungen für die Ankunft des Jesuskindes

Das Pädagogenteam von AdoleScER hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was Weihnachten inzwischen bedeutet: zu viel Konsum, zu viel Alkohol, zu viel Essen, zu viele Unkosten und grosser Frust für diejenigen, die nicht die Mittel haben, diesen frenetischen Konsumrhythmus zu begleiten. Und das Jesuskind – wo bleibt das? Niemand weiss es, niemand sieht es...deswegen haben wir beschlossen, Weihnachten ein wenig anders zu feiern, und zwar indem wir den ganzen Adventszyklus mit einbeziehen. Advent bedeutet „Ankunft“: die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Jesu.
 
Die Vorbereitungen in der Adventszeit beginnen vier Wochen vor Weihnachten. Wir haben unsere Kinder aus allen vier Projektstandorten in den Krippenaufbau mit einbezogen. So wie der Planet Erde viele Millionen Jahre gebraucht hat, um menschliches Leben hervorzubringen, hat auch unsere nur Krippe nach und nach die verschiedenen Elemente hinzugewonnen: in der ersten Adventswoche haben die Erzieherinnen den Himmel und die Erde „geschaffen“ und die Kinder haben Steine mitgebracht und die Sterne gebastelt. In der zweiten Woche brachten sie Blätter, Blumen und Körner sowie verschiedene Elemente aus dem Pflanzenreich. In der dritten Woche kamen die Tiere in den Stall. Sie wurden aus Lehm hergestellt und auch die Krippe, die das Jesuskind beherbergen sollte, wurde von den Kindern gebastelt. Jede Woche, zusammen mit den verschiedenen Elementen, kam ein weiterer Engel hinzu, der den Kindern die Botschaft brachte von Schweigen, Liebe, Licht und Hoffnung.

Auch die Jugendlichen wurden in diese Reflexion über den Sinn von Weihnachten einbezogen, allerdings auf eine etwas andere Art. Vor jeder Aktivität bei den Achtsamkeitsübungen, die stets zum Nachdenken über das Verhältnis untereinander und dem Lebensumfeld stimulieren sollen, wurde ein Text oder eine Geschichte gelesen, manchamal auch eine Unterhaltung über Weihnachten angeregt, vor allem, was dieses Fest für jeden von ihnen bedeutet. Die Jugendlichen durften auch am Aufbau der Krippe teilnehmen, und zwar indem sie Maria und Josef aus Filz nähten. Sie waren auch für die Herstellung des Adventskalenders verantwortlich, der Kalender, der die Tage bis zur Geburt Christi zählt.

Diese Woche haben wir nun die Aktivitäten des zweiten Halbjahres beendet und alle Kinder zum Hauptsitz von AdoleScER kommen lassen, wo auch eine Krippe für die Ankunft des Jesuskindes aufgebaut war. Jedes einzelne Kind wurde aufgefordert, sich der Krippe zu nähern und einen besonderen Wunsch für sich und für die Gruppe zu äussern: Friede, Liebe, Harmonie, Einigkeit, Respekt und Hoffnung wünschten sich die meisten Kinder. Anschliessend durften sie die Kerzen auf dem Adventskerz ausblasen und dabei alle Wünsche ins Universum schicken!
 
Ana Carolina Lobo
Gruppe AdoleScER 

24.12.2012

Himmel und Erde singen Gloria
 
 
Himmel und Erde singen Gloria, die so sehr erwartete Stunde ist gekommen: in aller Einfachheit wird Jesus, das Kind das Hoffnung bringt, geboren. Gottes Sohn und Bruder aller Menschen, er harmonisiert uns mit dem Universum. Lasst uns über die Karft, die seine Geburt mit sich bringt, meditieren, den wahren Gott suchen, der in aller Schlichtheit uns lehrt, dass der grösste Reichtum nicht im Haben, sondern im Sein liegt.
Gruppe AdoleScER

23.12.2012


Maria und Josef machen sich auf nach Bethlehem
 
Die Krippe erhält jetzt das, was die Unterkunft von Maria, Josef und dem Jesuskind sein wird. Der Stall, ein einfacher Ort, mit Stroh und Tüchern bedeckt – hier wird die Quelle der Hoffnung und des Lichts sein.

Maria und Josef machen sich auf nach Bethlehem. Josef, der Gatte, der Gefährte, der Vater. Ein Mann, der liebt, arbeitet, erzieht, der respektiert und die Familie nährt, der orientiert, ein Mann des Gebets. Maria, die Frau, Mutter und Gefährtin, die liebt, erzieht, betet und über die Geheimnisse der Mutterschaft meditiert.
Gruppe AdoleScER

20.12.2012

Die Krippe
 
Die Vorbereitung auf Weihnachten haben wir mit der Darstellung der Szene, die das heilige Kind zeigt, begonnen: die Krippe. Diese wird nicht auf einmal aufgestellt, wie man das heute meistens macht, sondern Woche pro Woche vervollständigt. Die Erde hat viele Millionen Jahre gebraucht, um menschliches Leben zu ermöglichen. Und so haben wir den Aufbau der Krippe gestaltet, dass die Reihenfolge der Elemente mit der der Schöpfung übereinstimmen: Himmel, Erde und dann die Elemente aus dem Reich der Mineralstoffe: Steine und Muscheln werden in die Gestaltung aufgenommen. Allmählich, parallel zur Krippenaufstellung, bereiten wir unsere Herzen vor, um das Jesuskind aufzunehmen.
 
Gruppe AdoleScER

Adventskalender
 
 
Es ist Adventszeit, „Warten auf das, was kommt“. Wir setzen Zeichen, um dieses Warten zu erleichtern: wir hinterlassen Botschaften zum Nachdenken und kleine Geschenke für unsere Kolleg/innen und Jugendlichen im Adventskalender. Jetzt kann man die Tage in diesem speziellen Kalender bis zum Weihnachtsfest zählen.
 
Gruppe AdoleScER

Ein großer Engel kommt vom Himmel, um die Bewohner der Erde für die Weihnachtsvorbereitungen einzuladen.
 
 
Dieser Engel trägt einen großen Umhang, aus Schweigen und Frieden gewebt. Die meisten Menschen sehen ihn nicht, weil sie so sehr mit anderen Dingen beschäftigt sind; der Engel singt mit einer sonoren Stimme und nur diejenigen, deren Herzen dafür offen sind, können ihn hören. Er singt: „Vom Himmel komme ich auf die Erde herunter. Gott wird die Herzen der Menschen bewohnen. Sei aufmerksam! Öffne die Tür!“ Und so geschieht es dann auch: Der Engel geht zu den Menschen und die, die ihn hören, erklären sich bereit, Weihnachten vorzubereiten, zu singen und Kerzen anzuzünden….
 
Gruppe AdoleScER

28.11.2012


Mittwoch ist bei AdoleScER Kultur angesagt:
kulturelle Animation, Herstellung von Plakaten und Fanzine
 
Zusammengesetzt aus den englischen Wörtern “Fan” und “Magazine” bezeichnet “Fanzine” eine ganz spezielle Publikationsart, die in nahezu jeder Subkultur (Fußball, Musik, Comics, etc.) anzutreffen ist. Es sind Fans und Mitglieder, die sich in der betreffenden Szene bestens auskennen und auf eigene Kosten schreiben und vervielfältigen. (http://musik.germanblogs.de/archive/2010/12/22/was-ist-ein-fanzine.htm am 23.11.2012)
 

Soziokulturelle Animation – was bedeutet das? Es handelt sich dabei um eine Vielfalt von sozialen Praktiken, die Initiativen und Teilnahme der Gemeindemitglieder am eigenen Entwicklungsprozess und der globalen Dynamik des sozio-politischen Lebens, in das sie integriert sind, stimulieren sollen.
Basierend auf diesem Prinzip haben Erzieher/innen und Jugendliche von AdoleScER während des Planungsseminars im Juli 2012 eine Gruppe zur soziokulturellen Animation ins Leben gerufen. Mit Hilfe von Tanz- und Theateraktivitäten sollen die Bildungsprozesse, die innerhalb der Institution stattfinden, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: auf der Straße, in den Schulen und anderen Einrichtungen in den Gemeinden.
Zurzeit studieren wir zwei Theaterstücke ein. Die Texte wurden von allen – Jugendlichen der vier Projektstandorte, der Theaterlehrerin Natalia Brown und der Tanzlehrerin Anne Costa – gestaltet. Sie behandeln Themen wie menschliche Werte, Friedenskultur bez. Gewaltprävention, aber auch Drogen, Kinderarbeit, u. a. m. Geübt wird einmal in der Woche, wie gesagt, am Mittwochnachmittag, wobei es darauf ankommt, Dialogprozesse zu intensivieren, die Kenntnisse über die betreffenden Themen zu vertiefen und auch auszutauschen, wobei die unterschiedlichsten künstlerischen Sprachen benutzt werden.
Die Jugendlichen, die sich nicht so sehr für Tanz und Theater interessieren, haben Gelegenheit, ebenfalls über die angesprochenen Themen nachzudenken, vor allem über Gewaltprävention, indem ihre künstlerisch-visuellen Fähigkeiten anhand der Herstellung von Fanzine, Plakaten und vor allem auch der Bühnengestaltung zum Ausdruck kommen.
Hier unsere Fotos der Vorbereitung.
Natalia Brown – Theaterlehrerin
Anne Costa - Tanzlehrerin

 



Fotografieren muss gelernt sein: Ein neuer Blick auf die Realität der Armenviertel

Caritas International finanziert einen Kurs über Foto-Kommunikation für Jugendliche der Partnerorganisationen aus den Bundesstaaten Paraíba, Pernambuco und Alagoas



Renata, Anderson, Natália e Vitor
Im November fand das erste Modul des Kurses über Foto-Kommunikation in einem Konvent der Benediktiner in Olinda statt. 12 Jugendliche aus den Projektstandorten der verschiedenen Partnerorganisationen von Caritas hörten begeistert den Erklärungen des Medien-Pädagogen Marcos Keller zu, der nicht nur erklärte, wie ein Fotoapparat bedient wird, sondern auch, worauf es bei einem guten Foto ankommt, wie man einen Blick für das richtige Bild bekommt. Vier der teilnehmenden Jugendlichen sind Peer Educators der Gruppe AdoleScER, aus jedem Projektstandort durfte eine/r dabei sein: Anderson von Roda de Fogo, Vitor von Santa Luzia, Renata von Caranguejo und Natália von Santo Amaro.

Brasilien rückt in den internationalen Medien im Zuge der Megaveranstaltungen, die in den kommenden Jahren hier stattfinden – Papstbesuch in 2013, Fußballweltmeisterschaft in 2014 und Olympiade in 2016 sowie den enormen Bauprojekten, die mit Sondermitteln der Regierung im Sinne eines schnelleren Wachstums initiiert wurden – mehr und mehr in den Vordergrund. Dabei wird die andere Seite der Medaille nur zu gern vergessen: all diese Vorhaben bedeuten eine große soziale Herausforderung vor allem für Kinder und Jugendliche aus dem Nordosten Brasiliens, die in diesem wirtschaftlichen Sog auf unterschiedlichste Weise ausgebeutet werden. Ein Beispiel: Viele männliche Arbeiter kommen ohne ihre Familien aus den verschiedenen Regionen Brasiliens nach Recife und Umgebung, um hier in der Raffinerie und Werft im erweiterten Hafengelände Suape zu arbeiten. Kinder und Jugendliche aus den armen Fischerdörfern werden von Zuhälter/innen als „Begleitpersonen“ dieser Arbeiter angeheuert und sexuell ausgebeutet. Das wenige Geld, das sie verdienen, müssen sie meist zu Hause zum Lebensunterhalt ihrer Familien beisteuern.
Die Foto-Initiative soll den Blick der Zielgruppen schärfen, damit sie dazu beitragen, dass auch die Schattenseiten beleuchtet und bekannt gemacht werden. Sie werden befähigt, ihr Lebensumfeld fotografisch darzustellen, damit die eigentliche Realität des Landes mit all seinen großen sozialen Problemen ebenfalls bekannt wird und nicht nur das Bild Brasiliens als ein Land der Feste und der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung die Medien beherrscht. Gleichzeitig fördert diese Schulung die Jugendlichen als Protagonisten – erklärtes Ziel der Projektmaßnahmen von Caritas im Nordosten Brasiliens.
Eine weitere Dimension dieses Kurses ist die Fortbildung der Medienfachkräfte der jeweiligen Partnerorganisationen über innovative Interventionsmöglichkeiten im Bereich sozialer Kommunikationstechnik. Die Seminare werden vom Journalisten Juan Sarnento begleitet und dokumentiert. Die Ergebnisse sollen in den internationalen Medien gezeigt werden.
Begleiten Sie doch unsere Fortbildung anhand der Fotos!
 
 

Ein Rückblick auf die AdoleScER-Geburtstagsaktivitäten


12 Jahre Gesundheit, Bildung und Bürgerrechte: Zum 12-jährigen Bestehen von AdoleScER wurden die Gäste zu einer (Wieder)-Begegnung mit ihrem Körper eingeladen
Weiterbildung in Reflexzonenmassage
im Hauptsitz von AdoleScER
Da bei jedem Geburtstagsfest eine schöne Feier dazugehört, haben auch wir uns zu dieser Gelegenheit drei wichtige Geschenke gegönnt: den Besuch der Wanderausstellung „Human Bodies – Wunder des Menschlichen Körpers“; eine theoretische und praktische Weiterbildung für das Mitarbeiterteam von AdoleScER mit der Fachkraft Maiana Gomes über alternative Heilmethoden mit Schwerpunkt auf Fuß-Reflexzonenmassage; außerdem probierten wir allerlei gesunde Leckereien aus Gemüse und Früchten, bei denen alle Teile mitverwertet werden und die Margarida Deolinda für uns zubereitet hat. Diese Momente waren für die Integration aller wichtig; auch spornten sie uns zu einer Reflexion über die Möglichkeit an, komplementäre Therapien in unsere Gesundheitsvorsorge aufzunehmen, eingefahrene und oft schädliche Essgewohnheiten zu überdenken und darüber, wie viel unnötigen vermeintlichen Abfall wir produzieren, anstatt aus ihnen schmackhafte Rezepte zu machen.
 

In Santo Amaro: Neue
Rezepte  werden ausprobiert
Auch die Familien und Freunde der Jugendlichen in den Projektstandorten profitierten von diesen Kenntnissen, denn alle Aktivitäten wurden ebenfalls in den Gemeinden durchgeführt. Es gab zum Teil rührende Szenen, wie z. B. die Oma von Valquíria aus Santa Luzia ihre Wissens-Schatzkiste über Heilpflanzen auspackte und so ein reger Austausch über bewährte Gesundheitsrezepte zustande kam. Auch die Erfahrung, die eigenen Füße oder Hände zu massieren, die Entspannung und Schmerzlinderung bewirken, waren so interessant wie ungewöhnlich für die Teilnehmer/innen.

Da Sie, liebe Leserin, lieber Leser leider nicht dabei sein konnten, laden wir Sie ein, dennoch an unserem Fest teilzuhaben, indem Sie sich die Fotos anschauen.

Vanessa Silva – Grupo AdoleScER

 

 

 

 

25.10.2012


MONAT DES KINDES

Bei AdoleScER dürfen auch Erwachsene ab und zu Kinder sein – und so glücklich, wie diese sein sollten

Oktober ist für AdoleScER ein besonderer Monat: Am 16. feiert die Organisation ihren 12. Geburtstag. Außerdem ist hier in Brasilien am 12. Tag des Kindes. Für die Gruppe AdoleScER war es dieses Jahr ein ganzer Monat mit Veranstaltungen nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Jugendlichen und das Kind in den Erwachsenen.


 

In diesem Sinn  führte am 5. Oktober die Pädagogin Ana Carolina Lôbo zunächst eine Weiterbildung über „Zeichnungen und kindliche Kreativität“ für die ausgebildeten Peer Educators und das Fachkräfteteam durch. Hier in Brasilien wird Kindern eher selten die Möglichkeit geboten, frei zu malen, meistens müssen sie in den Kitas und Schulen vorgegebene Zeichnungen ausmalen. Jugendliche und Erzieher bei AdoleScER wurden bei dieser Veranstaltung für die Wichtigkeit des Malens als freie Ausdrucksmöglichkeit und Entwicklung der Kreativität sensibilisiert. Neben eigenen Zeichnungen lernten sie auch etwas über die Bedeutung von kindlichen Zeichnungen und wie diese Ausdrucksform zu einer gesunde Entwicklung beiträgt.

In der „Woche des Kindes“ war „Spielen“ zentrales Thema aller Multiplikationen in den öffentlichen Schulen, in den Jugendzentren und auf den öffentlichen Plätzen der Projektstandorte. Selbst Jugendliche, Mitarbeiter/innen und Lehrer/innen ließen sich diese Gelegenheit, noch einmal Kind zu sein, nicht entgehen. Da die Kinder heutzutage eher selten ohne Vorgaben spielen dürfen / können, stimulierte AdoleScER bei allen, ihre Erinnerungen an Kinderlieder, Reigen und einfache Spiele einzubringen, die ausgezeichnet geeignet sind, um die Kommunikation, die Kreativität, Musikalität, Bewegungsfähigkeit des eigenen Körpers und auch die Konzentration und zu fördern.

Natürlich durfte bei allen Veranstaltungen das Bad im Schwimmbassin im Hauptsitz von AdoleScER nicht fehlen: zirka 60 Kinder der vier Armenviertel vergnügten sich an verschiedenen Tagen im angenehmen Nass und erhielten auch kleine Geschenke. In den jeweiligen Jugendzentren führten sie für ihre Eltern und Freunde Puppentheater, Frevo und Capoeira auf. Diese wiederum nahmen an verschiedenen Kursen zusammen mit ihren Zöglingen teil.

EINTAUCHEN IN DEN MENSCHLICHEN KÖRPER

Besuch der Wanderausstellung „Human Bodies“ – Wunder des menschlichen Körpers

 

Teil des AdoleScER-Geburtstagsgeschenks an die ausgebildeten Peer Educators und das Team war der Besuch der Ausstellung „Körperwelten“ mit Exponaten plastinierter, überwiegend menschlicher Körper. Diese weltweit bekannte Wanderausstellung war zum ersten Mal in Recife. Allein die Logistik, aus allen vier Projektstandorten und dem Hauptsitz der Organisation zum Shopping Center Recife, dem größten Einkaufscenter der Stadt zu kommen, war sehr aufwändig. Aber sie hat sich gelohnt. Für die Jugendlichen ein doppeltes Erlebnis: Viele waren noch nie in diesem Superkonsumzentrum und zeigten sich von all dem Luxus total überwältigt. Dann die ästhetische, aber doch sehr reale Präsentation echter, anatomisch präparierter Körper sowie 100 weiterer menschlicher Organe, die eine Sicht in dreidimensionaler Form erlaubte – für einige Besucher ein tiefgehendes Erlebnis – für andere eine echte Zumutung, mit so viel Realität umzugehen: Es kostete sie zum Teil Überwindung, hinzusehen: Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven, all das sollte doch lieber unter der Haut bleiben... Tief beeindruckt waren sie alle.


 
Vanessa Silva
Grupo AdoleScER

23.10.2012


AdoleScER feiert 12-jährigen Geburtstag mit folgenden Aktivitäten
(werden z. T. einzeln im Blog ausgeführt):
  1. Besuch der Wanderausstellung Körperwelten am 5.10. zum Gruppentarif von umgerechnet € 5,50 / Person. Diese einmalige Gelegenheit, vor allen den Jugendlichen zum Abschluss ihrer Ausbildung als Peer Educators ihre Kenntnisse über Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers zu bereichern, durfte nicht ungenutzt verstreichen.
  2.  Rückbesinnung auf das „Sein“ oder „Achtsamkeitsübungen“ – Markenzeichen der Gruppe AdoleScER und festgeschrieben im Namen: Zunächst nehmen das Projektteam und alle Peer Educators im Hauptsitz der Organisation an einem Kurs über ganzheitliche Heilmethoden mit der Therapeutin Maiana Gomes teil. Sie wird eine kurze theoretische und praktische Einführung über Fuß-Reflexzonenmassage und gesunde Ernährung geben. Zum Abschluss gibt es einen alternativen Imbiss, bei dem alle Zutaten, vor allem Obst und Gemüse vollständig (mit Schale und Stielen) genutzt und lecker zubereitet werden. Margarida Deolinda, die Mutter unserer Pädagogin Angela sowie Elivanda Amorim, die seit 10 Jahren für das leibliche Wohl aller Mitarbeitenden von AdoleScER sorgt, werden diese gesunden Köstlichkeiten zubereiten. Das gemeinsame Essen rundet diesen ersten Teil der Feier ab. 
  3.  Feiern in den Jugendzentren: Vom 8 bis zum 22 Oktober werden die Häuser in den vier Projektstandorten schöner gestaltet. Gestrichen werden sie erst im November, aber die Möbel und Wände sollen schon einmal von den Jugendlichen und Fachkräften geputzt und mit allen möglichen Utensilien attraktiver (Bilder, Tücher/Stoffe, Papier) gestaltet werden. Eine Art Achtsamkeitsübung für die Räumlichkeiten, die uns und unsere Arbeit beherbergen. So können dann auch ab dem 23.10. die Gäste aus den jeweiligen Gemeinden in den Jugendzentren empfangen werden, wo sie an denselben Kursen und Aktivitäten (Fuß-Reflexzonenmassage und gesunde, integrale Ernährung) teilnehmen dürfen, die zuvor im Hauptsitz dem Team von AdoleScER angeboten wurden. Diesmal sind Eltern und Freunde der Peer Educators eingeladen.
  4. Tag des Spielens: Alle Kinder aus dem Programm Spielend Lernen dürfen einen Vormittag im Hauptsitz von AdoleScER verbringen. Neben der Hauptattraktion, im Pool zu baden, werden sie im Garten Geschenke suchen und sich gegenseitig damit eine Freude machen. Klar, dass Leckereien nicht fehlen dürfen.
  5. Weiterbildung in komplementären und integrativen Therapien: Am Wochenende (20.10. Nachmittag und 21.10. Vormittag) nehmen einige Fachkräfte an einem Kurs über Behandlung mit Heilerde, Heilpflanzen, Massage, Entgiftung des Körpers und Akupunktur teil. Die Kurse werden hauptsächlich vom Arzt Dr. Celerino Carriconde und der Krankenschwester Amara Maria (Irmã Verômica) von der Heilpraxis SEMEHAR (Serviço de Medicina Holística e Revitalizadora) abgehalten. Neben dem persönlichen Behandlungsaspekt sollen ökologische Gesichtspunkte hinsichtlich Nachhaltigkeit unseres Planeten durch schonenden Umgang mit der Umwelt in die Diskussion einbezogen werden.

 

10.09.2012

 

Die Gruppe AdoleScER lädt alle zur getanzten

MISA LATINO AMERICANA ein – eine Zelebration der christlichen Riten in Form von Kreistänzen.

Vor der herrlichen Kirche auf dem Berg von Olinda werden 35 Jugendliche der Gemeinden Santo Amaro, Roda de Fogo, Santa Luzia und Caranguejo/Tabaiares die wichtigsten Teile der Eucharistie nach Choreographien der deutschen Leiterin des Ausbildungsinstituts Meditation des Tanzes Friedel Kloke-Eibl tanzen. Das Lob auf Maria (Blumendarbietung), gesungen von der Mentorin für universale Friedenstänze Maria Lalla Achê und Gisele L’Abbate, ist eine kleine brasilianische Einlage.

Wo: Platz vor der „Igreja da Sé in Olinda, Pernambuco

Wann: 18. September 2012 um 16h

Leitung: Mércia Andrade

Infos: (81) 3227.4339 / 3226.0435

Skype: ladisleyde oder adolescerdaniela

13.08.2012

VORSTELLUNG DES HANDBUCHES ZUR AUSBILDUNG JUGENDLICHER PEER EDUCATORS
Etwa ein Jahr nach Beginn der Überarbeitung und Systematisierung des Curriculums zur dreijährigen Ausbildung von jugendlichen Peer Educators, stellt AdoleScER das Resultat in Form eines Handbuches vor. Es enthält alle Kurseinheiten in übersichtlichen Unterrichtseinheiten mit theoretischen und praktischen Anleitungen. Damit werden nicht nur die Menschen begünstigt, die direkt oder indirekt mit AdoleScER zu tun haben, sondern auch andere Bildungseinrichtungen wie vor allem öffentliche Schulen, die mehr und mehr Hilfestellung suchen, wie kritische Themen wie Sexualaufklärung, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Familienplanung bis hin zur Friedenserziehung / Gewaltprävention mit Jugendlichen bearbeitet werden können.
Die Buchvorstellung wird am 14. August 2012 in der städtischen Schule „Sede da Sabedoria“ in Santo Amaro sein.  Friedenskultur heißt das zentrale Thema dieses Momentes, in dem verschiedene Aktivitäten vorgestellt werden, die auch im Handbuch ausgeführt sind. Es soll ein möglichst interaktives Zusammensein mit Lehrer/innen und Schüler/innen und der Gruppe AdoleScER sein: die Geschichte der NGO-Arbeit wird vorgestellt, die Jugendlichen zeigen anhand kleiner Sketches wie sie zu Fragen der Gewalt stehen und integrieren die Zuschauer in kurzen Momenten mit Musik und Tanz.
Alle, die nicht bei der Buchvorstellung dabei sind, können das Handbuch im Hauptsitz von AdoleScER erhalten oder es sich im Internet in der Webseite der Institution kostenlos herunterladen.
 
 

25.07.2012


Die Gruppe AdoleScER begrüßt das zweite Halbjahr 2012 mit viel Arbeit, Hingabe und Neuigkeiten
Am 7. Juli 2012 feierten wir zunächst den theoretischen Ausbildungsabschluss der Jugendlichen aus den vier Projektstandorten zu Peer Educators. Zuvor mussten sie sich einer kleinen Prüfung unterziehen, die nur einer nicht bestand. Eltern, Geschwister und Freunde der Kursteilnehmer/innen sowie Mitglieder des Vorstands von AdoleScER kamen zum Hauptsitz von AdoleScER, den die Jugendlichen zuvor schön geschmückt hatten. Die Tanz- und Perkussionsgruppe Conxitas, der die Mitarbeiterin Anne Isabelle Costa angehört, gestalteten den kulturellen Teil dieser Feier. Nach der Überreichung der Zertifikate, tanzten die Jugendlichen Ausschnitte aus der Misa Latino Americana und überraschten damit ihre Verwandten und vor allem die Kreistanzlehrerin Mércia Andrade.
Nun stand die Auswertungs-und Planungssitzung an. Acht Peer Educators aus früheren Kursen forderten das Leitungsteam von AdoleScER auf, sie auch einmal an so einer Tagung außerhalb der Häuser der NGO teilnehmen zu lassen. Ihnen ist es im Grunde zu verdanken, dass Fachkräfte und Verwaltungsteam eine Woche später in einen Kleinbus stiegen, um diese halbjährlich durchgeführten Besprechungen in einer Pension auf der Insel Itamaracá durchzuführen, die in der Regenzeit kostengünstig zu bekommen war. Die fünf gemeinsam verbrachten Tage waren arbeitsintensiv. Der einzige Ausflug, der zum Fort Orange und einer Zuchtstation von Seekühen gehen sollte, fiel auf Grund der starken Regenfälle regelrecht ins Wasser, aber trotzdem haben alle – Fachkräfte, Verwaltungsteam, Erzieher/innen und Peer Educators dieses Zusammensein genossen. Die Auswertungen des ersten Halbjahres riefen z. T. schwierige Momente in Erinnerung. Dafür war die Planung des zweiten Semesters 2012 umso effektiver und generierte Kräfte und Vorfreude.
Zurück in Recife stand das Auswahlverfahren der fünf ausgebildeten Peer Educators aus Roda de Fogo für die nächste Stufe in der Ausbildung an, die insgesamt zwei Jahre dauert. Sie werden dann „monitores“ genannt. Vier bestanden die Prüfung. Parallel begannen die Aktivitäten mit den Kindern des Programms Spielend Lernen mit Tanz, Theater und Puppenkasperleherstellen. Auch die Arbeit mit den Jugendlichen aus den vier Projektstandorten, die nun auf ihre Multiplikationstätigkeit in den Jugendzentren, Schulen und anderen Einrichtungen vorbereitet werden sollten, begann Mitte Juli. 
Schauen Sie sich dazu die Fotos an….
 
 
Grupo AdoleScER

03.07.2012


Einladung zur Abschlussfeier der theoretischen Peer Education-Ausbildung

Mit großer Freude laden wir Sie und euch alle zur Abschlussfeier des theoretischen Ausbildungsteils der Peer Educator ein. Die Feier findet am 7. Juli um 16 Uhr im Hauptsitz von AdoleScER statt. Zum ersten Mal beenden gleichzeitig Jugendliche aus allen vier Projektstandorten – Santo Amaro, Roda de Fogo, Caranguejo/Tabaiares und Santa Luzia - die Ausbildung zum jugendlichen Informations-Multiplikator.

Der dreijährige Kurs für Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren vermittelte den  Teilnehmer/innen einen Einblick in Themen wie Bürgerrechte, Umwelterziehung,  Drogenprävention, Gewalt, Frühschwangerschaft, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS und bot ihnen auch Aktivitäten wie Tanz, Theater sowie Hilfestellung bei der in der Pubertät so notwendigen Identitätsfindung und Berufsorientierung an.

Nach der Verleihung der Zertifikate und dem Fest werden die Peer Educators für den praktischen Teil der Ausbildung vorbereitet: Sie erhalten Kenntnisse für die konkrete Multiplikationsarbeit an andere Gleichaltrige in ihren Gemeinden, in den Schulen und weiteren Einrichtungen.

17.05.2012


18.Mai– Nationaler Tag zur Bekämpfung des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen


Der Teilstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens weist ein beängstigendes Wachstum an Sexualverbrechen bei Kindern und Jugendlichen auf: Zwischen 2007 und 2011 wurden bei der Polizei 1740 Fälle angezeigt, etwa 349 Verbrechen pro Jahr (die Dunkelziffer würde eine weit höhere Bilanz verzeichnen). Eine weitere wichtige Information: Die Telefonnummer 100, bei der anonyme Anzeigen erstattet werden können, registrierte in 2011 fast 9500 Fälle von Gewalt an Kindern und Jugendlichen, von denen über 90 Prozent als sexueller Missbrauch einzustufen sind. Diese alarmierende Anzahl hat das Netzwerk zur Bekämpfung  des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen mobilisiert, die nächste Kampagne des 18. Mais als nationaler Tag zum Kampf gegen die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit dem Slogan „Tu deinen Teil: mehr Verantwortlichkeit angesichts dieses Verbrechens“  zu starten. Verschiedenste Aktivitäten im gesamten Bundesstaat sollen Regierung und Zivilgesellschaft auf diese Gewalt aufmerksam machen. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen eine große Demonstration, die zur Beendigung der sexuellen Gewalt auffordert sowie ein Seminar zu diesem Thema. Hier soll vor allem hinterfragt werden, warum die Fortschritte in diesem Kampf so klein sind.
 


11.05.2012


Einmal pro Monat bedeutet Bildung bei AdoleScER das Recht zu Spielen

Das Thema „Bürgerrechte“, Schwerpunkt der Ausbildung zum Peer Educators, beinhaltet unter anderem das Studium über die Rechte von Kindern und Jugendlichen, insbesondere ihr Recht zu Spielen. Dieses ist sowohl in der Deklaration der Menschenrechte, im brasilianischen Statut für Kinder und Jugendliche (Artikel 4 und 16), als auch in der Bundesverfassung (Artikel 266) vorzufinden.

Spielen und Freizeitgestaltung fördern Kreativität, Motorik, das Einhalten von Regeln im Zusammenleben, Kooperation. Es ermöglicht den Kindern zudem, ihre Ängste, Bedürfnisse und Erwartungen auszudrücken. Mit anderen Worten: Spielen hilft mit, dass Kinder sich gesund entwickeln und als Erwachsene ausgeglichener und selbständiger sind. Leider wird das Recht zu Spielen nicht ernst genug genommen, insbesondere in den Armenvierteln, wo die Gewalt wächst und es keine Spielplätze, Parks oder andere sichere Einrichtungen gibt. Und wenn welche vorhanden sind, weisen sie einen desolaten Zustand auf, bar jeglicher Sicherheit, jedenfalls bieten sie keine echte Alternative als Aufenthaltsort für Kinder. So halten sie sich vorwiegend in den engen Häusern auf, wo Fernsehen und bei den etwas Reicheren Internet und Videospiele die einzige Freizeitgestaltung sind. Das Spielen auf den engen Wegen und Straßen ist nicht ungefährlich, der Dreck und Müll, der überall herumliegt, ist außerdem krankmachend. Kinderspiele für Draußen sind jedenfalls nur sehr selten zu sehen.

 AdoleScER bemüht sich, diese Spiele aus Großmutters Zeiten neu zu beleben, erfindet eigene, bittet die Kinder zu Hause zu recherchieren. Jedenfalls: einmal im Monat wird gespielt – im Jugendzentrum oder draußen, wo immer sich ein annehmbares Plätzchen bietet. Die Fotos zeigen es, sehen Sie sich diese doch mal an.





15.02.2012


AdoleScER feiert Karneval


Am Freitag vor Karneval ab 10 Uhr ziehen die Kinder und Jugendlichen von AdoleScER durch die Straßen von Caranguejo/Tabaiares. Es ist nun das siebte Jahr, dass sie diesen Umzug veranstalten, diesmal mit dem Motto: „AdoleScER auch im Karneval gegen Gewalt“. Die Initiative geht von den Peer Educators dieser Gemeinde aus, wobei sämtliche andere Organisationen sich anschließen, um gemeinsam darauf aufmerksam zu machen, dass man Karneval auch ohne Gewalt feiern kann.

In diesem Jahr wird die Maracatu-Gruppe der Gemeinde den Umzug musikalisch gestalten. Ausgangspunkt ist das Jugendzentrum von AdoleScER in der Straße Campo dos Tabaiares, Nr. 38 am Eingang von Caranguejo. Mach mit – wir freuen uns über jede/n Teilnehmer/in.


Grupo AdoleScER

03.02.2012

Ato público em defesa do Comdica Recife

Representantes de diversas organizações que atuam na defesa e promoção dos direitos da criança e do adolescente participaram de um ato público para cobrar providências em relação ao Conselho Municipal dos Direitos da Criança e do Adolescente do Recife (Comdica), que vem sendo fragilizado pelo poder público municipal e que está com suas ações e atividades comprometidas.

Atualmente o Conselho sofre com problemas de falta de equipe técnica adequada para o acompanhamento de programas e projetos e acúmulo de funções que prejudicam a revisão de planos para o enfrentamento da violência sexual, do trabalho infantil, situação de rua, do acompanhamento de programas e projetos, do atendimento socioeducativo municipal, entre outras atribuições do órgão. Além disso, a sede do COMDICA enfrenta problemas na rede elétrica, hidráulica e já houve advertência da Vigilância Sanitária sobre as condições de higiene no local.

Os conselheiros temem que a transferência de operações financeiras e da gestão do Fundo Municipal da Criança e do Adolescente para dentro da sede da Secretaria de Direitos Humanos provoquem o fechamento da sede autônoma do Conselho.

Vestidos/as de preto, utilizando apitos, faixas, cartazes, batuque e muito barulho os/as manifestantes se concentraram na Praça da República, em frente ao Palácio do Campo das Princesas e se deslocaram à sede da Prefeitura do Recife. O Prefeito não estava presente e a comissão foi recebida por um representante que prometeu avaliar a pauta e dar um retorno na próxima reunião do Conselho, que só será em março.

A carta de reinvindicações foi encaminhada ao ministério público e no dia 08/2/2012 às 14h o haverá uma nova reunião entre representantes da sociedade civil e vereadores na câmara municipal. Se as negociações não avançarem o Conselho e as instituições cadastradas pensam no fechamento do Conselho.