21.05.2008

Diplomfeier für die JIM in Caranguejo

Endlich war er da, der grosse Tag: Nach dreieinhalb Jahren Ausbildung konnten zehn Jugendliche in Caranguejo ihr Diplom als Informationsmultiplikatoren entgegen nehmen.

Es war ein hartes Stück Arbeit für alle, dreieinhalb Jahre lang, Tag für Tag. Es ging in der Ausbildung zu jugendlichen Informationsmultiplikatoren (JIM) darum, sich einerseits intensiv mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Bürgerrechten auseinanderzusetzen und andererseits das Selbstbewusstsein sowie den Respekt vor sich selbst, den anderen und der Umwelt zu stärken. Aber auch der Dialog innerhalb der Familie sollte gefördert werden, weil vertrauensvolle Beziehungen im ihrem engsten Umfeld zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der Jugendlichen zählen.

Wir alle – JIM, Peer Educators und Ausbildner – haben viele Entdeckungen gemacht auf unserem gemeinsamen Weg und auch manches Hindernis überwunden. Wir fanden neue Formen, die Welt zu sehen und uns für gesellschaftliche Veränderungen einzusetzen. Die Erzieher und Erzieherinnen standen oft vor einer schwierigen Aufgabe, aber alle erfüllten ihren Auftrag mit grossem persönlichen und fachlichen Engagement. Sie wollten, dass dank der Ausbildung zum JIM jeder und jede in der Gruppe die Gelegenheit erhielt, in seiner näheren Umgebung zum Repräsentanten eines überfälligen Wandels zu werden – dank seiner Fähigkeiten und seines Einsatzes und ungeachtet seiner Hautfarbe, sozialen Herkunft oder Religion.

Die zehn frisch diplomierten Informationsmultiplikatoren haben einen weiten Weg zurückgelegt. Jetzt stehen sie am Anfang eines neuen Prozesses: Sie sollen das, was sie in vergangenen dreieinhalb Jahren gelernt haben, an andere Jugendliche in ihrer Gemeinde weitergeben. Dabei ist nicht bloss ihr Wissen gefragt, sondern auch ihr Vorbild.

Bei der Diplomfeier in Caranguejo waren auch zahlreiche Familienangehörige zugegen. Sie drückten damit nicht nur ihre Freude über den erfolgreichen Ausbildungsabschluss ihrer Kinder aus, sondern bezeugten einmal mehr auch ihre Verbundenheit mit AdoleScER. Sie alle, aber auch Mütter und Väter, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten, weil sie andere Verpflichtungen hatten, haben über die Jahre hinweg immer wieder gezeigt, wie sehr sie es schätzen, dass ihre Kinder zu verantwortungsbewussten, tüchtigen und solidarischen Menschen herangebildet werden, Bürgerinnen und Bürger, die willens und fähig sind, sich am Aufbau einer gerechteren Welt zu beteiligen.

Ganz herzliche Glückwünsche an euch alle, liebe jugendliche Informationsmultiplikatoren.

Patrícia Travassos

18.05.2008

Interview mit den JIM aus Caranguejo

Wie haben die zehn Absolventen der Ausbildung zu jugendlichen Informationsmultiplikatoren die drei Jahre bei AdoleScER erlebt? Hier ihre Antworten zu einem bunten Strauss von Fragen.
Wie hast du das Zusammenleben in der Gruppe erlebt?
Joana D´Arc(16): „Für mich war es gut. Ich habe gelernt, mich in einer grösseren Gruppe stärker zu öffnen.“
Ariane Micaella (14): „Ich habe neue Personen kennen gelernt und neue Freundschaften geschlossen. Das Zusammensein in der Gruppe war für mich sehr schön.“

Was empfandest du am schwierigsten im Zusammenleben der Gruppe?
Ariane Micaella (14): “Am Anfang hatten wir einige Unstimmigkeiten in der Gruppe. Aber wir konnten die Probleme lösen und sind dadurch noch näher zusammengerückt.“
Joana D´Arc(16): „Am meisten Mühe machte mir, mit den Peer Educators zu reden.“

Findest du es sinnvoll, dass eine verhältnismässig kleine Gruppe wie AdoleScER sich für den Frieden einsetzt?
Wilson Martins (17): „Auf jeden Fall! Der Friede beginnt bei uns selber, wenn wir mit uns selber in Frieden leben, können wir es auch mit den anderen. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen.“

Hast du den Eindruck, dass du heute in der Lage bist, Konflikte in der Familie, mit Freunden oder in der Schule friedlicher zu lösen?

Wilson Martins (17): „Auf jeden Fall. Ich habe gelernt, dass Gewalt nur Gegengewalt erzeugt und niemals ein Problem aus der Welt schafft. Ein konkretes Beispiel aus eigener Erfahrung, an das ich mich noch ganz genau erinnere: Einer meiner älteren Brüder, Flávio, wurde umgebracht. Willams, mein anderer Bruder, wollte ihn rächen. Ich habe mit ihm geredet und ihm erklärt, dass dies keine Lösung sein könne und Gewalt nur neue Gewalt erzeuge. Er dachte darüber nach und sah schliesslich ein, dass ich recht hatte.“
 
Hast du auch mit deiner Familie über religiöse oder spirituelle Fragen, mit denen ihr euch bei AdoleScER befasst habt, gesprochen?
Karina(16): „Ja. Meine Grossmutter ist an allem interessiert, was wir bei AdoleScER machen. Und es gefällt ihr sehr, wenn ich mit ihr über diese Themen rede.“
 
Warum ist es deiner Ansicht nach nötig, dass AdoleScER sich auch intensiv um die Sexualerziehung kümmert?
Enderson Fernando (16): „Damit wir ein gesundes Sexualleben führen können, müssen wir nicht bloss über die Fortpflanzung Bescheid wissen, sondern über alles, was mit Sexualität zu tun hat.“
Amanda Maria(17): „Die Sexualerziehung ist sehr wichtig, weil die Informationen uns helfen, uns vor einer Ansteckung mit Aids oder einer unerwünschten Schwangerschaft zu schützen.“

Welche Vorteile versprichst du dir davon, dass du bei AdoleScER auch Computerunterricht hattest?
Silberte Gomes Pereira (15): „Viele Arbeiten lassen sich mit dem Computer schneller und einfacher erledigen. Zudem findet man im Computer Informationen, die man beispielsweise für eine Schulaufgabe braucht, schneller. Ich hätte gern mehr Computerunterricht, um mehr über Excel, den Gebrauch des Internets usw. zu lernen.“

Verhältst du dich heute gegenüber der Umwelt anders als vor der Ausbildung bei AdoleScER?
Karina(16): „Ja. Früher konnte ich an keinem Baum vorbeigehen, ohne ein Blatt abzureissen. Das mache ich jetzt nicht mehr. Denn bei AdoleScER habe ich gelernt, dass auch ein Blatt Leben hat und deshalb genauso Schmerz empfindet wie wir.“
 
Was hat dir an der Ausbildung bei AdoleScER am besten gefallen?
Enderson Fernando(16): „Sie hat mir klar gemacht, dass sich die Grösse der Welt in ganz unterschiedlichen Dingen zeigen kann.“
Ariane Micaella (14): „Alles, was ich lernte, hat sich gelohnt und wird mir in Zukunft viel nützen.“
Amanda Maria(17): „Am wichtigsten war für mich, dass ich umfassend über Schwangerschaftsverhütung und Aids-Vorbeugung informiert wurde. So etwas hätte ich sonst wohl nirgends gelernt.“
Karina(16): „Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, nein zu Drogen zu sagen. Sie schaden dir selbst am meisten.“
Wilson Martins (16): „Ich weiss jetzt, dass man keine wichtige Person muss, um im Leben bestehen zu können. Wichtig ist, ein einfacher Bürger zu bleiben, aber speziell zu sein.“
Enderson Fernando(16): „Die Bekanntschaften, die ich machen konnte, und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe.“

Ein Marsch gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen

In Brasilien wurde der 18. Mai zum nationalen Tag gegen den Missbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen erklärt. Kundgebungen im ganzen Land sollten eine breite Öffentlichkeit gegen diese immer stärker um sich greifende Gewalt sensibilisieren. Eine Gruppe von AdoleScER aus Roda de Fogo war bei einer der zahlreichen Demonstrationen dabei. Hier ihre Eindrücke.

Das Team des SOS-Kinderdorfes in Roda de Fogo organisierte einen Marsch gegen den Missbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen und lud uns ein, zusammen mit den Kindern der Gruppe “Spielend lernen” daran teilzunehmen. Wir trafen uns am Nachmittag mit den anderen vor dem Gebäude des SOS-Kinderdorfes und marschierten dann gemeinsam um den Platz Engenho do Meio. Es war sowohl für die Kinder unserer Gruppe als auch für uns Peer Educators Camila, Elayne , Laércio und Letícia sehr wichtig, bei diesem Anlass mitzumachen, da dieses Thema in einer gewissen Form Teil unserer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist.  Sexueller Missbrauch und sexuelle Ausbeutung sind sehr schlimme Formen der Gewalt, die vor allem tiefe seelische Wunden hinterlassen und die Entwicklung einer gesunden Sexualität beeinträchtigen kann. Erwachsene üben Macht über Kinder und Jugendliche aus, und oft handelt es sich beim Aggressor um einen Familienangehörigen oder eine Person aus dem näheren Bekanntenkreis des Opfers.
Während des Marsches unterstützten uns die Pädagogin Maria Lúcia und Lukas. Lúcia half uns, die Kinder zu betreuen, Lukas erstellte für uns eine Bilddokumentation.
Camila, Elayne, Laércio und Letícia

Eine Exkursion ins Reservat Darwin

Zum Abschluss ihres Ausbildungskurses zum Thema Umweltschutz bot sich den jugendlichen Informationsmultiplikatoren aus Caranguejo und São Lourenço Ende April die Gelegenheit, das Reservat Charles Darwin zu besuchen.  Die aufschlussreiche Führung durch den atlantischen Regenwald stand unter der Leitung des Biologen Roberto Siqueira.

Es war für die jungen Leute von AdoleScER eine willkommene Möglichkeit, die Flora und Fauna aus ihrer Heimat aus nächster Nähe und unter kundiger Anleitung kennen zu lernen. Sie kamen in direkten Kontakt mit der Natur und profitierten von den sachkundigen und leicht verständlichen Erklärungen des Biologen Roberto Siqueira, unter dessen Obhut das Reservat steht und der sich freundlicherweise bereit erklärt hatte, die Besucher aus Caranguejo persönlich durch den Naturpark zu führen. Nachdem die Jugendlichen ihre anfängliche Schüchternheit überwunden hatten, liessen sie ihrem Entdeckergeist freien Lauf. Sie beobachteten eine Vielzahl von Bäumen, Sträuchern, Blättern, Blumen und Insekten und stillten ihre Neugier mit unzähligen Fragen.  Roberto Siqueira war froh, dass er mit David Lucas Röhr einen weiteren Biologen an seiner Seite hatte, der ihn beim munteren Frage- und Antwortspiel kräftig unterstützte.

David Lucas Röhr stellte den Jugendlichen nach dem Rundgang durch das Reservat auch einige Tiere vor, die im Nordosten von Brasilien angesiedelt sind: Affen, Spinnen, Schlangen usw. . Den niedlicheren, im landläufigen Sinn hübschen Tieren näherten sich die Besucher ohne Scheu und voller Begeisterung, den anderen hingegen begegneten viele mit einer Mischung aus Faszination und Ekel.

Die Exkursion ins Reservat Charles Darwin hat den jugendlichen Informationsmultipikatoren nicht bloss viele neue Eindrücke vermittelt, sondern auch ihre im Umweltkurs erworbenen Kenntnisse vertieft. Sie wissen jetzt noch besser als vorher, wie wichtig es ist, dass die Menschen der Natur mit Respekt begegnen. Sie kehrten mit wertvollen Informationen nach Recife zurück –  aber auch entspannt und erfüllt von Freude, wie sie nur ein Tag in unversehrter Natur vermitteln kann.

Patrícia Travassos und Lukas Moser

11.05.2008

Die Informationsmultiplikatoren in Santa Luzia

Wie erleben Jugendliche aus Santa Luzia ihre Ausbildung zu Informationsmultiplikatoren? Hier ihre Antworten.

Alcione: Ich bin Alcione und elf Jahre alt. Ich bin sehr froh, dass ich die Ausbildung bei AdoleScER mitmachen kann. Mir gefallen die Portugieschlektionen, die Ernährungslehre, Theater und Informatik. Von den Tanzstunden und Themen der Allgemeinbildung bin ich hingegen nicht begeistert. Mit den Peer Educators verstehe ich mich gut. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir zum Hauptsitz von AdoleScER gehen, weil wir dort das Schwimmbad benützen können... und der Imbiss, den uns Vanda zubereitet, ist lecker. Ich bin auch deshalb gern dort, weil ich dann Pat, Gunde, Luciano und Dani sehe; sie sind alle sehr nett zu mir. Ich hoffe, dass ich denen, die meine Geschichte lesen, sympathisch bin! Eure Alcione von AdoleScER.
 
Aline: Hallo, ich heisse Aline Alves und bin 13. Bei AdoleScER lerne ich viel, deshalb gehöre ich gern dazu. Die Ausbildung hilft mir sehr: Ich habe mich verändert, helfe anderen Menschen und geniesse die Freuden des Lebens. Ich stehe am Morgen auf, ziehe mein AdoleScER-T-Shirt an und sage mir: “Ich will jede Herausforderung annehmen!” Bei AdoleScER fühle ich mich wie in einer Familie und ich möchte immer dabei bleiben.
 
Carol: Mein Name ist Ana Carolina Sobral und ich bin 14 Jahre alt. Mit gefällt es bei AdoleScER, weil wir uns hier mit interessanten Aktivitäten wie Tanzen, Portugiesisch, Theater usw. beschäftigen. Ich bin seit 2006 dabei und möchte weiter machen, so lange es AdoleScER gibt.
 
Carla: Ich heisse Carla, bin 14 und seit zwei Jahren bei AdoleScER. Ich habe hier viele interessante und wichtige Dinge gelernt und zahlreiche spannende und unterhaltsame Unterrichtsstunden mitgemacht. Die Ausbildung war für mich von Anfang an gut. Dennoch habe ich einmal daran gedacht, sie abzubrechen. Aber dann sagte ich mir: „Nein, ich bleibe bis zum Schluss, denn das ist nicht irgendein kurzfristiges Projekt, sondern eine Ausbildung die vier Jahre dauert und uns die Möglichkeit gibt, später zu Peer Educators und Erziehern aufzusteigen.“ Egal, ob wir tanzen, Anatomieunterricht haben, unsere Portugiesischkenntnisse verbessern oder etwas über Ernährung lernen: Alles, was man uns hier beibringt, ist nützlich.
 
Cláudio: Ich bin Cláudio Rafael und 15. Ich kam als 12-jähriger zu AdoleScER und bin bis heute dabei geblieben, weil es mir hier sehr gut gefällt. AdoleScER ist ein Teil meines Lebens!
 
Eiaine: Olá! Ich heisse Elaine, bin 14 Jahre alt und sei August 2006 bei AdoleScER. Bis zum Dezember 2006 waren wir in einem Provisorium untergebracht. Dann zogen wir in ein eigenes Haus um, das wir renovierten, um mehr Platz zu haben. Heute bin ich interessierter an den Aktivitäten als am Anfang. Manchmal fehlt es mir ein wenig an Konzentration und Aufmerksamkeit, aber es gefällt mir alles, was wir machen.
 
Karina: Ich bin Karina Maria, 15 Jahre alt und seit zwei Jahren und ein paar Monaten bei AdoleScER. Ich war von Beginn an gern dabei, aber weil ich sehr schüchtern bin, musste ich mich zuerst an die anderen gewöhnen. Heute fühle ich mich in der Gruppe absolut sicher. Meine Ausbildung bei AdoleScER hat bewirkt, dass ich mich nicht mit Menschen abgebe, die nichts taugen. Ich bin eine neue Person geworden. Deshalb erlaubt mir heute meine Mutter auch, mit Freunden auszugehen -  sie weiss, dass sie mir vertrauen kann. AdoleScER hilft den Menschen, sich zum Besseren zu verändern. Ich schätze die Ausbildung zur jugendlichen Informationsmultiplikatorin sehr.
 
Kelly: Ich bin Kelly (14) und möchte sagen, dass AdoleScER mein Leben und mein Verhalten verändert hat. Zu Beginn der Ausbildung war ich „seltsam“, aber nach und nach überwand ich meine Schwierigkeiten. Heute bin ich glücklich, dass ich so vieles lernen kann und weit mehr weiss als vorher über all die Dinge, die mit dem Erwachsen werden zu tun haben. Ich bin jetzt eine andere Kelly als vor zwei Jahren. AdoleScER beeinflusst das Leben vieler Menschen positiv – auch meines.
 
Lidia: Ich heisse Lídia, bin 13 und seit August 2006 bei AdoleScER. Ich fühle mich sehr wohl in der Gruppe; es gefällt mir, mit den anderen zu spielen, plaudern, flirten usw.. Alle Aktivitäten sagen mir zu. Am liebsten habe ich aber das Theater und Themen aus dem Bereich der Allgemeinbildung, weil diese Stunden für mich die anregendsten sind.
 
Rita: Ich bin Maria Rita (12), wohne in der Gemeinde Santa Luzia und gehöre seit einem Jahr zur Gruppe. Ich nehme sehr gern an den Aktivitäten von AdoleScER teil. Ich komme gut mit den Peer Educators aus und finde die Unterrichtsthemen interessant. Bei AdoleScER fühle ich mich zuhause, weil mich alle gut behandeln. AdoleScER ist für mich meine Familie.
 
Samila: Ich heisse Samila und bin 14 Jahre alt. Bei AdoleScER gefällt es mir gut, weil die Aktivitäten interessant sind und ich in der Gruppe gut aufgehoben bin. Ich habe dort neue Freundinnen und Freunde gefunden, mit denen ich gerne tanze, spiele und plaudere.
 
Milton: Ich bin Valdemilton (15) und seit zwei Jahren bei AdoleScER. Wir haben in unserer Ausbildung ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten. Am liebsten habe ich das Theater, weil es am lebendigsten ist.
 
Valdilene: Ich heisse Valdilene Conceição, bin 13 und mache seit zwei Jahren bei AdoleScER mit. Ich bin ein Mädchen, das gern tanzt und auch an vielen anderen Sachen Freude hat. Ich weiss, dass AdoleScER nicht nur für mich persönlich, sondern für alle in unserer Gruppe sehr wichtig ist. Unsere Peer Educators Cilene und Júnior sind ausserordentlich nett und geduldig mit allen jugendlichen Informationsmultiplikatoren. Alle Aktivitäten, die wir mit ihnen zusammen durchführen, helfen uns, erwachsen zu werden.

08.05.2008

Die guten Geister von AdoleScER

In unserem Mai-Newsletter möchten wir unseren Leserinnen und Lesern die Mitarbeiter am Hauptsitz von AdoleScER vorstellen. Daniela, Vanda, Arianne und Luciano spielen eine wichtige Rolle für das einwandfreie Funktionieren unserer Organisation. Lassen wir sie selbst zu Wort kommen.

Daniela:
Ich heisse Daniela Alves, bin 21 Jahre alt und gehöre seit 2001 zu AdoleScER.  Nach meiner dreijährigen Ausbildung zur Informationsmultiplikatorin (JIM) in der Gemeinde Caranguejo begann ich, mein Wissen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Bürgerrechte in Vorträgen an Schulen oder Begegnungszentren sowie bei diversen anderen Treffen an Jugendliche weiterzugeben.

Ich bin AdoleScER sehr dankbar für die vielfältigen Möglichkeiten, die ich und zahlreiche andere Jugendlichen erhielten und nach wie vor erhalten, uns weiterzubilden. Dank der qualitativ hoch stehenden Ausbildung bei AdoleScER profitieren wir von Informationen, die für jeden einzelnen von uns, aber auch für die Gemeinschaft als Ganzes nützlich und wichtig sind. Heute schätzen mich die Menschen in unserer Gemeinde, und das macht mich gleichzeitig glücklich und zufrieden.

Inzwischen habe ich eine zusätzliche Chance bekommen: Ich bin als Sekretärin am Hauptsitz von AdoleScER tätig. Diese Arbeit befriedigt mich sehr, und es erfüllt mich jedes Mal mit Genugtuung, wenn ich wieder eine Herausforderung bestehe.

Ich sage es auf tiefster Überzeugung: AdoleScER ist für mich wie eine Familie. Dank AdoleScER und allen, die zu dieser aussergewöhnlichen Gruppe gehören, fühle ich mich heute in der Lage, meine Rechte als Bürgerin  einzufordern, aber auch meine Pflichten gegenüber der Gemeinschaft zu erfüllen.

Vanda:
Ich bin Elivanda Braz de Amorim, aber alle kennen mich als Vanda. Ich bin 43 Jahre alt und arbeite seit vier Jahren für AdoleScER.  Mein Reich ist die Küche und dort fühle ich mich sehr wohl. Ich bin überhaupt sehr gern bei AdoleScER und schätze mich glücklich, Teil des Teams zu sein.

Luciano:
Ich heisse Luciano da Silva, bin 28 Jahre alt und komme aus der Gemeinde Nova Esperança in São Lourenço da Mata. Während meiner dreijährigen Ausbildung zum jugendlichen Informationsmultiplikatoren bei AdoleScER lernte ich, wie wichtig Gerechtigkeit und Gleichheit für das Zusammenleben in der Gemeinschaft sind. Und ich erhielt die erforderlichen Kenntnisse, um heute meinem Nächsten helfen zu können. Inzwischen arbeite ich auch am Hauptsitz von AdoleScER;  ich kümmere mich um das Schwimmbad und den Garten, erledige Botengänge und verschiedenes mehr. Meine Arbeit gefällt mir sehr gut und ich bin sehr glücklich, ein nützlicher Angestellter von AdoleScER zu sein.
 
Arianne:
Mein Name ist Arianne, ich bin 21 Jahre alt und kam zu AdoleScER, als ich 14 war.  Mit 18 beendete ich meine Ausbildung als Informationsmultiplikatorin. Heute helfe ich stundenweise bei den Hausarbeiten am Hauptsitz.  Mir gefällt, was ich hier mache. Ich fühle mich gut, und die Beschäftigung bei AdoleScER weckt in mir immer wieder schöne Erinnerungen. Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe und die Hilfsbereitschaft, die ich hier fand, haben mir die Kraft gegeben, auch schwierige Augenblicke in meinem Leben zu überstehen.