11.05.2012


Einmal pro Monat bedeutet Bildung bei AdoleScER das Recht zu Spielen

Das Thema „Bürgerrechte“, Schwerpunkt der Ausbildung zum Peer Educators, beinhaltet unter anderem das Studium über die Rechte von Kindern und Jugendlichen, insbesondere ihr Recht zu Spielen. Dieses ist sowohl in der Deklaration der Menschenrechte, im brasilianischen Statut für Kinder und Jugendliche (Artikel 4 und 16), als auch in der Bundesverfassung (Artikel 266) vorzufinden.

Spielen und Freizeitgestaltung fördern Kreativität, Motorik, das Einhalten von Regeln im Zusammenleben, Kooperation. Es ermöglicht den Kindern zudem, ihre Ängste, Bedürfnisse und Erwartungen auszudrücken. Mit anderen Worten: Spielen hilft mit, dass Kinder sich gesund entwickeln und als Erwachsene ausgeglichener und selbständiger sind. Leider wird das Recht zu Spielen nicht ernst genug genommen, insbesondere in den Armenvierteln, wo die Gewalt wächst und es keine Spielplätze, Parks oder andere sichere Einrichtungen gibt. Und wenn welche vorhanden sind, weisen sie einen desolaten Zustand auf, bar jeglicher Sicherheit, jedenfalls bieten sie keine echte Alternative als Aufenthaltsort für Kinder. So halten sie sich vorwiegend in den engen Häusern auf, wo Fernsehen und bei den etwas Reicheren Internet und Videospiele die einzige Freizeitgestaltung sind. Das Spielen auf den engen Wegen und Straßen ist nicht ungefährlich, der Dreck und Müll, der überall herumliegt, ist außerdem krankmachend. Kinderspiele für Draußen sind jedenfalls nur sehr selten zu sehen.

 AdoleScER bemüht sich, diese Spiele aus Großmutters Zeiten neu zu beleben, erfindet eigene, bittet die Kinder zu Hause zu recherchieren. Jedenfalls: einmal im Monat wird gespielt – im Jugendzentrum oder draußen, wo immer sich ein annehmbares Plätzchen bietet. Die Fotos zeigen es, sehen Sie sich diese doch mal an.





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