28.11.2008

Die schönsten Kreistänze

Am 1. und 2. November nahmen die Tanzgruppe von AdoleScER und unsere Pädagogin Conceição Amorim an einem Kreistanzseminar unter der Leitung von Bruno Perel und Claudio Delfini in der Schule Mater Christi teil. Hier die Eindrücke von Marcelo:
 
„Die Teilnahme am Seminar der schönsten Kreistänze mit Bruno Perel und Claudio Delfini war für uns ein eindrückliches Erlebnis. Weil eine anstrengende Woche hinter mir lag, hatte ich zunächst nicht richtig Lust, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Aber als dann der Samstag kam und ich anfing zu tanzen, vergaß ich schnell alle Probleme und Mühen. Beim Kreistanz wird man einbezogen, fühlt man sich beschützt. Das löst in mir das Gefühl aus, gewissermaßen über grenzenlose Fähigkeiten zu verfügen. Ich tanze sehr gern, und je länger, je mehr fühle ich mich während des Tanzes verwirklicht, ganz und gar ausgefüllt. Als am Seminar dieser bewegende Augenblick  zu Ende ging, spürte ich Traurigkeit. Aber dann tröstete ich mich damit, dass alles, was wir gemeinsam erlebt hatten, gerade erst anfing. Bei den Kreistänzen trete ich mit mir selbst und dem Nächsten, aber auch mit Gott in Kontakt. Jedes Mal, wenn ich Teil eines Kreises bin, habe ich das Gefühl, ein besserer Mensch zu sein, besser mit verschiedenen Situationen, denen ich mich im Leben stellen muss, fertig zu werden… Ich spüre eine größere Sicherheit, den Problemen entgegen zu treten, nehme mich selbst und den anderen bewusster wahr und schaue nicht nur auf den eigenen Nabel.

Im Kreis sein bedeutet, ausgefüllt zu sein, mit den anderen Freude und Traurigkeit, Verlust und Gewinn zu teilen. Im Kreis sein bedeutet, am Leben zu sein, zu erkennen, dass der Weg zwar mühsam ist,  wir gemeinsam aber auch hochgesteckte Ziele erreichen können.“

Marcelo
 

Claudio Delfini ist  Mathematiklehrer, Tänzer, Choreograph und Leiter von Kreistänzen. Er widmet sich besonders der Aufgabe, Tänze zur kreieren, die dazu beitragen, einen klareren Weg zu finden, die menschlichen Werte besser zu verstehen und anderen Kulturen, ihren Bräuchen und Symbolen mehr Respekt entgegenzubringen.

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