Die Ausbildung der jugendlichen Informationsmultiplikatoren in Caranguejo haben wir in 2005 begonnen und jetzt ist sie bald zu Ende. Das Abschlussfest findet am 21. Mai statt. Danach beginnt die Arbeit in den öffentlichen Schulen, in Gruppen zur Ausrottung der Kinderarbeit und für benachteiligte Jugendliche: Dort sollen die Informationsmultiplikatoren ihre bei uns erworbenen Kenntnisse über Umwelterziehung, Recycling und Drogenmissbrauch weitervermitteln.
Wir haben auch die Gruppe “Spielend Lernen” (Aprender Brincando), wo wir eher spielerische Aktivitäten durchführen, aber auch bestimmte Themen behandeln, wie zum Beispiel „Menschliche Werte“. Wir helfen den Kindern, ihr Verhalten zu verbessern und einen leichteren Umgang mit den anderen zu finden, und bringen ihnen bei, wie wichtig es ist, sich um sich selbst und um den anderen zu kümmern.
Wir erreichen viele Kinder, deswegen mussten wir sie in zwei Gruppen aufteilen: Am Montag und Mittwoch arbeiten wir mit Kindern im Alter von 11 bis 14 Jahren; Donnerstag und Freitag sind die Kinder zwischen 7 und 10 Jahre alt. Wir merken, dass sie alle unsere Aktivitäten sehr gern haben. Wir glauben, dass unsere Arbeit gut gelingt und die Entwicklung jedes(r) einzelnen kontinuierlich fortschreitet. Das macht uns glücklich.
Wir Peer Educators, Kátia, Karla und Marcelo begleiten und leiten die Gruppen gemeinsam. Karla ist auch für den Computerunterricht und die Zubereitung des Imbisses verantwortlich. Wir hoffen, dass die Arbeit in Caranguejo immer mehr wächst, und sind stolz, dass wir Teil dieser Geschichte sind.
Marcelo (24)
Ich mag die Arbeit und auch, dass ich an diesem Prozess teilhabe. Es ist sehr gut zu wissen, dass man durch diese Arbeit eine Entwicklung im Leben dieser Kinder auslöst. Ich habe viel gelernt und lerne immer mehr. Diese Arbeit ermöglicht zu träumen und sie zeigt mir auch, dass diese Träume realisierbar sind. Heute empfinde ich mich als grossen Künstler, und das haben sie (AdoleScER) ermöglicht. Es ist nicht wichtig, woher du kommst, aber dass du alles kannst, wenn du nur daran glaubst.
Kátia (20)
Ich bin sehr glücklich mit dieser Arbeit. Die Jungen und Mädchen sind total lustig, und das erleichtert meine Arbeit, ich spiele mit allen und arbeite gern in der Gruppe. Jedes Treffen schenkt mir neue Emotionen, und ich bitte Gott immer, dass diese Arbeit nie aufhört, denn ich sehe, wie wichtig unsere Aktivitäten im Leben jedes einzelnen von ihnen ist. Wir leben in einer sehr armen Gemeinde, und wenn diese Arbeit aufhört, werden alle einen grossen Verlust erleiden.
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