Die Ausbildung neuer jugendlicher Informationsmultiplikatoren hat hier am 4. März 2008 begonnen. Insgesamt nehmen 27 Kinder zwischen 10 und 14 Jahren daran teil. Wir arbeiten mit ihnen morgens von 8.30 bis 11.30 Uhr.
Die Arbeit mit der Gruppe ist sehr erfüllend und wichtig für uns. Es gibt immer Kinder, die helfen und sehr aktiv sind. So wie es auch andere gibt, die unruhig werden und parallele Gespräche führen und die dann in gewisser Weise die Aktivitäten stören – aber nichts, was wir nicht lösen könnten. Wir rufen sie dann immer, um mit ihr(ihm) allein zu sprechen und, wenn nötig, diskutieren wir das auch in der ganzen Gruppe, damit alle mitbekommen, was geschehen ist. Bei denen, die schon länger dabei sind, fühlen wir uns freier und es fällt uns leichter, sie zur Rede zu stellen, sie aufzufordern, wenn sie sich entschuldigen sollen. Am Anfang kamen einige Neue und da sich nicht alle kannten, bildeten sich Grüppchen. Da haben wir uns mit ihnen zusammengesetzt und ihnen erklärt, dass dies nicht die Arbeitsweise von AdoleScER ist. Denn wir wollen, dass alle ein gemeinsames Ziel haben: neue Informationsvermittler ausbilden.
Wir haben auch mit einer Gruppe „Aprender Brincando“ (Spielend Lernen) begonnen, die ein wenig anders ist als die der jugendlichen Informationsmultiplikatoren. Aprender Brincando bedeutet mehr Spiele. Dabei beobachten wir immer das Verhalten jedes(r) einzelnen und erklären, dass alle Spiele, die wir ihnen beibringen, einen Sinn haben. Sie lernen die Menschlichen Werte (Respekt, Kooperation, Solidarität usw.) anzuwenden und erkennen, wie wichtig sie in unserem Leben sind. Wir bringen den Kindern auch sinnvolle Gesellschaftsspiele bei (Domino, Mikado, etc.). „Spielend Lernen“ ist eine offene Gruppe, wo auch neue Kinder zugelassen sind. Die Ausbildung zum Informationsmultiplikator hingegen ist geschlossen. Dort lernt man Themen wie die eigene Identität, Körper- und Umwelthygiene, Folklore- und Kreistänze.
Die Arbeit mit der Gruppe “Spielend Lernen” ist sehr wichtig. Die Kinder sind gehorsamer als die Jugendlichen in der Ausbildung. Im Moment betreuen wir noch wenige Kinder, aber wir bemühen uns, neue dazu zu gewinnen.
Camila
Es ist eine dankbare Arbeit in der Gemeinde, ich habe das Gefühl, mehr Anerkennung zu bekommen. Wo ich vorbeikomme, sprechen die Leute mit mir. Wahrscheinlich habe ich eine Aufklärungsaktivität in einer Schulklasse gemacht und kann mich nicht an alle erinnern, aber so leicht vergisst man uns nicht.
Elayne
Für mich ist die Arbeit sehr wichtig. Es gefällt mir, die Informationen, die ich bei der Gruppe AdoleScER erhalten habe, an die Jugendlichen in Ausbildung weiter zu geben. Im Moment arbeite ich nämlich nicht mit den Kindern der Gruppe „Aprender Brincando“. Ich mag, was ich tue, denn die Gemeinde erkennt es an, und das gibt mir das Gefühl, nützlich zu sein.
Luana
Ich finde es toll, den Kindern von “Aprender Brincando” und den Jugendlichen in Ausbildung das beizubringen, was ich gelernt habe. Sie sind sehr bemüht und arbeiten gut mit. Die Gemeinde erkennt unsere Arbeit an, und dafür bin ich sehr dankbar.
Laércio
Ich liebe es, der Gruppe Jugendlicher in Ausbildung das weiterzugeben, was ich weiss. Diese Arbeit ist sehr wichtig für sie, ich sehe, wie die Gruppe immer mehr zusammenhält. Ich empfinde die Jugendlichen und Kinder auch als eine Bereicherung, weil sie uns zurückgeben, was wir ihnen beibringen. Alle sind sehr interessiert und engagiert, sowohl jene in der Gruppe der Jugendlichen als auch die Kinder bei „Aprender Brincando“. Ich liebe meine Arbeit.
Letícia
Ich mag die Arbeit mit den Kindern bei “Aprender Brincando” und den Jugendlichen in Ausbildung sehr! Vor allem, weil ich weiss, wie wichtig diese Arbeit in der Gemeinde ist und dass die Kinder sie schätzen und das, was sie gelernt haben, schon an ihre Freunde auf der Strasse weitergeben. Ja, ich liebe diese Arbeit!!
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