03.04.2009

Ein kurzer, aber intensiver Besuch

Gisela Kloubert und Meinolf Schröder, vom Kindermissionswerk in Aachen wollten sich vor Ort ein Bild über die Arbeit von AdoleScER machen. Obwohl sie nur wenig Zeit hatten, erhielten sie bei ihrem Besuch an unserem Standort Caranguejo einen umfassenden Einblick.

Das Kindermissionswerk unterstützt die Aktivitäten von AdoleScER seit Jahren. Es lag uns deshalb sehr daran, seinen Vertretern einen möglichst breiten Querschnitt von unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Leider hatten Gisela Kloubert und Meinolf Schröder ein dichtgedrängtes Programm und damit verhältnismäßig wenig Zeit für ihren Besuch bei unserer Organisation. Wir konnten ihnen demzufolge nicht alle Standorte von AdoleScER vorstellen und sie mit den Aktivitäten in jedem der von uns betreuten Quartiere vertraut machen. Da die Gäste im Nachbarort Olinda einquartiert waren, wäre es an sich am sinnvollsten gewesen, sie nach Santo Amaro zu bringen. Die Peer Educator Karla Valeria plädierte jedoch für Caranguejo, als der Besuch in der Gruppe diskutiert wurde. Mit gutem Grund: Das Kindermissionswerk unterstützt nicht nur das Projekt von AdoleScER ganz allgemein, es hat darüber hinaus unseren Treffpunkt in Caranguejo finanziert.

„Wir möchten Ihnen zeigen, wie wertvoll dieses Haus für unsere Arbeit ist“, sagte Karla Valeria in einer Gesprächsrunde mit den Besuchern. „Sie sollen sehen, wie wir uns um unseren Treffpunkt kümmern und wie dankbar wir dafür sind.“  Damit dennoch nicht nur von Caranguejo geredet wurde, nahmen auch die Peer Educators Laércio, Elayne und Camila aus Roda de Fogo an der Zusammenkunft teil und schilderten, wie in ihrem Quartier gearbeitet wird und welche Schwierigkeiten dort zu bewältigen sind.

Die Kinder und Jugendlichen in Caranguejo begrüßten ihre Gäste mit einem Kreistanz unter der Anleitung von Marcelo, dem Tanz- und Theaterlehrer von AdoleScER. Obwohl sie eine lange Reise hinter sich hatten und dementsprechend müde waren, reihten sich Gisela Kloubert und Meinolf Schröder spontan unter die Tanzenden ein. Danach setzten sich alle in einen Kreis, und man stellte sich gegenseitig vor. Die Besucher erlebten mit, wie jeweils zu Beginn einer Aktivität eine Entspannungsübung gemacht wird, und begannen dann, den Kindern und Jugendlichen Fragen zu stellen. Der eine oder andere der Kleineren war zwar etwas schüchtern, gab aber dennoch bereitwillig Antwort.

Zum Abschluss ihres Besuchs machten Gisela Kloubert und Meinolf Schröder einen Rundgang durch das Armenviertel und erhielten dabei von Karla Valeria und Marcelo zahlreiche weitere interessante Informationen über das Leben in dieser Gemeinde.

Sowohl die Peer Educators als auch das Leitungsteam von AdoleScER haben sich über den Besuch aus Deutschland sehr gefreut. Das Interesse der Gäste an unserer Arbeit war für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Es gibt uns zusätzliche Energie, den Auftrag von AdoleScER, jungen Menschen in schwierigen Lebensumständen neue Perspektiven zu eröffnen, mit Engagement und Zuversicht zu erfüllen.

Lukas Moser

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