20.06.2008

Studentinnen der UFPE bei AdoleScER

AdoleScER  kooperiert mit mehreren Universitäten in Recife. Studentinnen und Studenten erhalten dadurch die Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit Jugendarbeit in Armenvierteln zu sammeln. Drei Studentinnen schildern im folgenden Beitrag, wie sie den jugendlichen Informationsmultiplikatoren (JIM) Wissen aus ihrem Fachbereich vermitteln und was ihnen selbst dieser Einsatz bringt.

Die Professorin Jaílma Santos von der Abteilung für Ernährung an der Bundesuniversität von Pernambuco, arbeitet seit 2004 mit AdoleScER zusammen. Gemeinsam mit Studentinnen und Studenten bietet sie Kurse über richtige Ernährung an. Wir, Adriana, Priscila und Flávia, sind drei Studentinnen, die ein solches Praktikum  in den Gemeinden Santo Amaro und Santa Luzia absolvierten und dieses im Juni abgeschlossen haben.

Unser Unterricht hatte das Ziel, den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten einer gesunden Ernährung aufzuzeigen und sie vor den Gefahren einer einseitigen Verpflegung zu warnen.

Die Erfahrung mit den Jugendlichen war sehr bereichernd. Wir haben uns bemüht, die Lektionen abwechslungsreich zu gestalten, indem wir u. a. Spiele und Workshops einbauten. Dadurch konnten wir ihre Aufmerksamkeit fesseln und ihnen umfassende Informationen über die Wichtigkeit einer ausgeglichenen Ernährung vermitteln. Wir haben in den vergangenen drei Monaten aber nicht nur Wissen weitergegeben, sondern auch selber viel gelernt. Wir erhielten Einblick in die Lebensart dieser jungen Menschen und erkannten, unter welchen schwierigen Bedingungen und mit welchem großen persönlichen Einsatz sie nach besseren Lebensperspektiven suchen müssen.  Durch unsere Arbeit vor Ort erfuhren wir auf ganz direkte Weise, wie wichtig es ist, dass wir das, was wir an der Uni gelernt haben, auch weiter verbreiten. Und es ist uns klar geworden, wie wichtig Nichtregierungsorganisationen wie AdoleScER für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft sind.

Die JIM aus Santa Luzia und Santo Amaro, die unseren Unterricht besucht haben, waren stets aufmerksam und lernbegierig. Ihr großes Interesse war für uns eine Verpflichtung und ein zusätzlicher Ansporn,  sie so weit als immer möglich an unserem Wissen teilhaben zu lassen.

Adriana, Priscila und Flávia

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